Es ist nun über 6 Monate her, dass ich mich von Instagram zurückgezogen habe und nicht mehr dort aktiv bin. Ich habe seit über 6 Monaten keinen Beitrag mehr dort gepostet und keine Stories mehr gemacht. Heute möchte ich ganz ehrlich mit dir teilen, wie es mir dabei ergangen ist – einiges davon wird dich vielleicht überraschen. Und natürlich sprechen wir darüber, ob ich wieder einsteigen werde oder nicht.
Anfang März hab ich mich von Instagram verabschiedet. Meinen Ausstieg auf Zeit habe ich gut vorbereitet und meine Followerinnen immer wieder darüber informiert, um nicht dein Anschein zu erwecken, dass der Account von heute auf morgen abgedreht wurde.
Ab diesem Zeitpunkt sind meine aufgestellten Instagram-Regeln in Kraft getreten:
Bevor wir uns anschauen, wie es mir in den letzten Monaten ohne Instagram gegangen ist, möchte ich etwas vorausschicken: Noch vor einigen Jahren hätte ich mir eine solche instagramfreie Phase absolut nicht vorstellen können. Ich hatte einen Account mit 12.000 Followern aufgebaut, dazu einen zweiten mit 3500 Followern. Ich postete jeden Tag und machte täglich, auch Samstag und Sonntag Stories. Das war damals mein NORMAL für mich. Im Alltag mit meiner Familie war ich immer auf der Suche nach dem schönsten Foto, nach der spannensten Story. Permament. Bis meine Tochter mir einmal bei einem Frühstück gesagt hat: “Mama, leg das Handy weg.” Das ist jetzt 5 Jahre her. Dieser Moment hat mir die Augen geöffnet hat und seitdem versuche ich meine Zeit auf Instagram und auch meine Beziehung mit der App immer wieder zu reflektieren.
Vielleicht erwartest du jetzt, dass ich dir sage: „Gar keine! Es war die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe und es war einfach nur grandios.“ Naja … ich bin immer sehr ehrlich bin deshalb gibt es auch hier einen ungeschönten Blick auf die instagramfreie Zeit!
Allem voran die Zeitersparnis (!) Die Zeit, die ich nicht mehr auf Instagram war und nicht mehr für die Contenterstellung verwendete wurde sofort spürbar. Immerhin waren es bei mir ca. 7 Stunden die Woche, d.h. 28 Stunden im Monat.
Mein Wunsch zur Selbstdarstellung hat sich auf ein Minimum reduziert und mein Alltag wurde viel, viel ruhiger. Ich habe kein Problem mit Sichtbarkeit aber schon in den Osterferien habe ich bemerkt, wie wenig es mir fehlt z.B. aus unserem Urlaub Fotos zu posten oder von meinen Businesserfolgen zu erzählen.
Mit zunehmender Abstinenz merkte ich wie sehr es mich entspannt, wenn jemand einen Newsletter hat, der zuverlässig in mein Postfach flattert. Mein Informationskonsum wurde so vom Push zu Pull umgestellt. Mehr dazu kannst du hier in diesem Beitrag nachlesen.
Ich mag das Gefühl reinzuschauen und meine Lieblingsaccounts zu besuchen. Das ist auch Pull. Dann hinterlasse ich dort wo ich einen Impuls habe einen Kommentar. Das würde ich auch sicher öfter machen, wenn ich nicht gleichzeitig mit einer Flut von anderen Informationen sowie Werbung konfrontiert wäre.
Ich lenke mich weniger ab. Wenn ich Gefühle habe, die nicht angenehm sind oder mir langweilig ist, dann darf das sein. Ich greife nicht ständig zum Handy wenn ich warte oder etwas nicht spüren will.
Beim Erstgespräch habe ich die Rückmeldung erhalten, dass mich die Frauen* über den Podcast, die Google Suche oder Empfehlung gefunden haben. Umsatzeinbußen durch den Wegfall von Instagram habe ich daher nicht bemerkt.
Ich weiß, dass viele Frauen noch immer immens viel Zeit in die Plattform Instagram stecken und im Verhältnis aber kaum Umsatz darüber machen. Diese Zeit kritisch zu hinterfragen und im Idealfall zu reduzieren und durch andere, passendere Kanäle zu ersetzen ist nicht nur sinnvoll, sondern ein Erfolgsfaktor.
Wenn du dir mehr Unabhängigkeit von Social Media und im Speziellen Instagram wünschst, dann schnapp dir unbedingt meine Masterclass “BYE SOCIAL MEDIA STRESS” sie hat schon so vielen Frauen die Augen geöffnet und vor allem auch neue Wege aufgezeigt, wie du es auch ohne Instagram Kund/innen gewinnen kannst und finanziell erfolgreich zu sein; >>> MASTERCLASS “BYE SOCIAL MEDIA STRESS“
Für mich ist es faszinierend wie schnell die Plattform keine Rolle mehr in meinem Businessalltag und meinem Leben gespielt hat.
Im Laufe der 6 Monate wurde ich immer sensibler dafür, was Instagram mit meiner Stimmung macht. Zum Nachdenken hat mich gebracht, dass Beiträge meine vorerst gute Laune negativ beeinflussten und mich wütend oder traurig machten.
Mit meiner Erfahrung der letzten Monate ist es sicherlich einfacher komplett auszusteigen bzw. die App vom Handy zu löschen, weil dann viele Punkte, die ich als Nachteile wahrgenommen gar nicht erst aufkommen, wie die Vergleiche mit anderen. Für mich lässt sich das nur bedingt umsetzen, weil ich als Slow Business Mentorin mit Mentees zusammenarbeite.
Ich habe ein klare Entscheidung getroffen:
Ich weiß wie schlecht Instagram, Tik Tok & Co für unsere mentale Gesundheit sind.
Menschen kreieren Content und das Ziel ist das Engagement zu erhöhen – je länger und je mehr die Menschen auf der Plattform sind, desto höher die Werbeeinnahmen. Algorithmen haben herausgefunden, dass die Leute länger auf Instagram & Co bleiben, wenn sie Fear, Creep oder Hate Content sehen. Folglich wird dieser immer mehr ausgespielt.
Dazu kommt, dass die Faktenchecker abgeschafft wurden und marginalisierte Gruppen offen angeprangert und beschimpft werden dürfen.
Zudem übernehmen auf den Plattformen Bots die Kommunikation – und das öfter als wir es bemerken. Wir denken das haben Menschen geschrieben und regieren dann darauf. Eine Regulierung würde hier schon helfen.
Viele Inhalte sind meist KI generiert, Trend steigend, was zu KI generierten Texten und Bildern führt, die Bots kommentieren.
Spannend fand ich zu beobachten, dass viele InfluencerInnen, die jahrelang nur auf Instagram waren ihre Kanäle wieder aktivierten. Dariadaria, Christl Clear, Astrid von wienerkind. Das sind nur einige wenige. Sie alle haben bemerkt, was hier für ein massiver Shift im Gange ist.
All diese Argumente in Kombi mit dem Wissen, dass sich die Anzahl meiner Mentorings durch meine Insta Abstinenz nicht verändert hat, sprechen absolut dagegen auf der Plattform wieder aktiv zu sein. Vor allem kommt es für mich überhaupt nicht mehr in Frage meinen wertvollen Content dort zu verpulvern, der nach wenigen Stunden abgelaufen und uninteressant ist.
Heißt: Ich werde für den Rest des Jahres alles so lassen wie es jetzt ist. Ich werde immer wieder mal reinschauen und (das ist die einzige Veränderung) wenn mir etwas einfällt vielleicht mal die eine oder anderen Instagram Story machen.
Ich lehne mich jetzt sehr weit aus dem Fenster und teile mit dir meine intuitive Vorhersage: Die Hoch-Zeit von Instagram ist (meiner Meinung nach) vorbei. Wir befinden uns schon in einer kontinuierlichen Abwärtsbewegung was das Engagement betrifft – das ist kein Bauchgefühl sondern durch Zahlen belegt, wie z.B. den Rückgang der Nutzerzahlen.
Deshalb werden meine Hauptkanäle weiterhin der Blog, der Podcast und neu auch Youtube sein. Dort veröffentliche jetzt mal als erstes meine Podcastfolgen und nach und nach werden auch Youtube Videos dazukommen. Und auch dir kann ich raten einen Longterm-Content Kanal aufzubauen.
Ja, ich hoffe sehr diese Einblicke in meine Instagram Pause, die ja jetzt noch weitergehet haben dich inspiriert dir auch Gedanken darüber zu machen wie es mir dir, deinem Business und der Plattform weitergehen soll.
Es kostet dich keinen Cent, nur deine E-Mail-Adresse 😉 Trage dich hier ein, damit ich es dir zusenden kann. Ich zeige dir mein Minimal Marketing System, mit dem du OHNE SOCIAL MEDIA Kunden gewinnst.
Das hat geklappt 🙂
Du findest alle weiteren Infos in deinem Postfach!
Bitte bestätige dein Mailadresse damit ich dir das Video-Mentoring zusenden kann.
Deine Karin
© Copyright Mag. Karin Graf-Kaplaner
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